Styrocutter Howto
 
 

Bei vielen Modulen entsteht die Landschaft aus Styropur® oder dem feinporigeren Styrodur®. Das Material lässt sich sehr gut bearbeiten, ist einfach zu kleben, ist stabil und leicht. Die herkömmliche Methode das Styrodur mit der Säge oder einem Messer zu schneiden, ist kraftaufwändig und erzeugt vor allem viele Krümel, die durch ihre elektrostatische Aufladung überall hängen bleiben.


In der Werbetechnik ist es seit langem üblich mit einem heißen Draht aus Styropurplatten Buchstaben zu schneiden. Der Draht ist auf der einen Seite auf einem Tisch befestigt und wird von einem Bügel senkrecht nach oben gehalten. Die Styroplatte wird auf dem Tisch von Hand hin- und herbewegt und so die Buchstaben ausgeschnitten.


Für die Anwendung im Modellbau finde ich einen Handbügel, den man über den Modulrohbau ziehen kann, viel praktischer.

Styrocutter-Howto

Zusammenfassung

  1. -Styropur® ist nicht einfach zu verarbeiten

  2. -Mit einem heißen Draht geht es leichter

  3. -Wie baut man so einen Styrocutter?

Hier die Komplettansicht meines Styrocutters.


Der Draht wird von einem Bügel aus einem Rest Aluflachprofil stramm gehalten. Ich verwende Widerstandsdraht aus Konstantan mit 0.25mm Durchmesser und 10 R/m, wie er bei verschiedenen Elektronikversendern erhältlich ist. Mein Draht war lackiert, so dass ich ihm an den Enden blank kratzen musste. Alternativ kann man einen alten Hochlastwiderstand "schlachten". In den eckigen Keramikhüllen steckt meisten ein Wickel aus Konstantandraht. Der Anschaffungswiderstand lag bei mir bei unter 5 Euro.

An den Enden wird der Schneidedraht von Flügelmuttern gequetscht, eine Seite muss isoliert werden, für die Andere benutze ich den Bügel als Zuleitung.

Für saubere Schnitte sollte man sich Zeit und eventuell eine Schablone nehmen.

Letzte Änderung dieser Seite: 04.10.2007


© 2002-2007 Edward von Flottwell

Styrocutter gesamtansicht
Isolierte Befestigung des Heizdrahts
Andere Seite

Detail Befestigung oben und unten.

Fehlt nur noch eine ausreichen dimensionierte Zuleitung und ein Labornetzteil zur Stromversorgung. Ich verwende ein Netzteil, das eine Stromregelung besitzt, das bedeutet, dass man den Strom und nicht die Spannung einstellt. Wenn ich am Netzteil einstelle, dass z.B.1 A fließen soll, dann stellt das Netzteil die dazu passende Spannung ein. Damit lässt sich die gewünschte Arbeitstemperatur besser einstellen. Ich arbeite bei 1 bis 1,5 A. Je nach Drahtlänge, Material usw. kann der benötigte Strom aber durchaus deutlich davon abweichen.

Das Netzteil schalte ich mit einem Fußschalter, den ich in ein Verlängerungskabel eingebaut habe. Das schont den Draht und die Finger.

Die Temperatur ist am besten durch Versuche zu ermitteln. Der Draht darf nicht glühen, er muss vielmehr gerade so heiß sein, dass der Kunstoff schmilzt, ohne dass zu viel verbrennt und giftige Gase entstehen. Ganz ohne "kokeln" geht es leider nicht, bitte immer gut lüften!

Beim Schneiden