Omm 43 Umbau Howto
 
 

Dieses Howto beschreibt den Umbau eines Arnold Omm44 [E034] in einen Omm43 [E033] / Ommr42[E032], der nicht als Großserienmodell erhältlich ist. Beim Vorbild wurden ab 1957 über 7000 Stück Omm42/43 aus dem Omm32/33 (Linz/Villach) umgebaut. Man entfernte die Holzbordwände und ersetzte sie durch einen UIC II Stahlbordwände. Das Untergestell mit 6m Achsstand behielt man weitgehend bei. Genauere Informationen und insbesondere Vorbildfotos finden sich in [Güterwagen Band 3 - Offene Wagen, Stefan Carstens; Hans Ulrich Diener, Hasloh 1996].

Arnold bietet ein schönes Modell des Omm44 in vielen Varianten an, das als Umbaubasis dient. Für den Umbau benötigt man:

  1. -Ein Arnoldmodell des Omm44

  2. -Polystyrolstreifen 0,8x1 mm²

  3. -Sehr dünne Polystyrolfolie (Verpackungsmaterial)

  4. -Skalpell, Zange, 0,3mm Bohrer und Pinzette

  5. -0,3 mm Draht

  6. -Walzblei

  7. -Güterwagenlack

  8. -einen Beschriftungssatz

  9. -fiNescale Radsätze mit passender Spitzenlänge

  10. -Magnetfeldkupplungen, Bremsschläuche und Rangierertritte

  11. -und ggf. eine Möglichkeit zum Lackieren und Fräsen und zwei Sonntagnachmittage


Die Schritte im Einzelnen:

Omm43-Umbau-Howto

Zusammenfassung

  1. -Einen Omm43 kann man nicht fertig kaufen

  2. -Man kann den Omm44 von Arnold umbauen

  3. -Was braucht man dazu?

  4. -Welche Schritte sind notwendig?

Zuerst der Wagen durch lösen der Mittelschraube demontiert. Die Kupplungen mit der dazu gehörenden Mechanik, das Ballastgewicht und die Radsätze wandern in die Bastelkiste. Am Wagenkasten müssen nun, wie oben auf dem Bild schon zur Hälfte geschehen, die Kastenrungen halbiert werden.

Der zusammengebauten Wagen wird noch mit Luftschläuchen, je einem Bremsertritt pro Ende und den Magnetfeldkupplungen ausgestattet. Eine Schicht matten Klarlack schützt die Beschriftung vor Beschädigung. Oben links ist der Ursprungswagen von Arnold, rechts das fertige fiNescale Modell. Ein kleiner Wehmutstropfen soll nicht verschwiegen werden: Das Arnold-Untergestell hat Gleitachslager, der Umbauwagen müsste Rollenlager haben, es sei jedem freigestellt, das zu ändern.

Letzte Änderung dieser Seite: 04.10.2007


© 2002-2007 Edward von Flottwell

Der Arnold Wagen, demontiert
Beim Fräsen des Wagenkastens

Hier ist die zweite Seite dran. Damit der Kunstoff nicht schmiert wird mit Wasser gekühlt. Statt mit der Fräsmaschine kann man es auch vorsichtig mit einem Skalpell versuchen.

Abgefräster Langträger

Nochmal eine Detailansicht: Oben bearbeitet, unten im Ursprungszustand.

Langträger mit Sekundenkleber

Nun werden aus 0,8x1 mm² Polystyrolstreifen die Nachbildungen der Außenlangträger zugeschnitten und angeklebt. Damit der Klebstoff nicht überall hervorquillt, tupft man die Streifen in eine kleine Klebstoffpfütze.

Langträger eingeklebt

So sollte der Wagenkasten nun aussehen:

Langträger fertig

Nun klebt man zwei 1,1mm breite Streifen ganz dünner Plastikfolie von unten über den gesamten Langträger. Die hier verwendete Folie lag zwischen Käsescheiben und ist 0,04 mm "dick". Nach gründlichem Entfetten und einem Klebeversuch hat sich diese Folie als ideal für die Nachbildung von Blech erwiesen und der Käse ist auch schmackhaft.

Löcher für die Griffstangen bohren

Bleiben noch die Griffe für den Rangierer. Erst die angespritzten Griffe abschaben, neue Griffe aus Draht biegen und in vorgebohrte Löcher stecken. Die Beschriftung mit Lösungsmittel entfernt worden, damit sie sich später nicht abzeichnet.

Der Wagenkasten lackiert

Danach in einem passenden Farbton lackieren und bis zum nächsten Basteltermin staubgeschützt trocknen lassen.

Mit Decals beschrifteter Wagenkasten

Was jetzt noch fehlt ist die Beschriftung. Hier ein Beispiel für einen Wagen der frühen Epoche IV, erkennbar an dem Punkt vor dem E, der UIC Nummer und dem fehlenden DB Keks.

Bleigewicht, Eisen geht wegen der Magnetfeldkupplung nicht

Jetzt kommt die Endmontage. Das Stahlgewicht wird durch ein passendes Stück Walzblei ersetzt, Fingerwaschen nicht vergessen! Bei dem vorliegenden Modell sind Achsen der 2mm Association eingesetzt.

Fertiger wagen mit MFK